Mar 27

3 Schlagerpaarungen am ersten Wochenende! Teil 1: Der vermeintliche Keller

Der Winter ist fast vorbei und die AFL beginnt gleich mit einem mächtigen Auftakt. Die Woche 1 bringt gleich drei spannende Paarungen, die uns endlich verraten werden, was in der quälend langen Offseason passiert ist. Die Zusammenstellung eines Footballteams ist wie das Lösen eines Puzzles und dieses Wochenende wird zeigen, wer welche Teile in der Hand hält. Wir haben diese “Puzzlesteine” auch noch nicht gesehen, womit die folgenden Zeilen letztlich reine Spekulation sind. Wahrscheinlich kommt alles anders, oder auch nicht. Samstag Abend sehen wir hier sicher schon klarer.

Die AFL wird heuer wieder mit einem Play Off gespielt, wodurch das erste Ziel aller Teams ganz klar lauten muss einen der 4 forderen Plätze zu ergattern. In den Play Offs gelten dann bekanntlich andere Regeln und mit einem Lucky Punch könnte man sich auch als krasser Außenseiter in die Austrian Bowl spielen. Das ändert die Strategie der Teams natürlich gewaltig. Insbesondere die kleineren Teams müssen versuchen sich sicher für die Top 4 zu qualifizieren und sobald das geschafft ist, auf kleiner Flamme den Rest der Saison “runterbiegen”. Da ist es auch denkbar, dass bei (scheinbar) aussichtslosen Spielen nicht das ganze Arsenal ausgeschöpft wird.

So kann man vor dem entscheidenden Spiel Kräfte auftanken und dann alles auf eine Karte setzen. In einem Modus ohne Playoffs - wie im Vorjahr - funktioniert das nicht. Jeder Sieg zählt und so kann man kein Spiel auf die leichte Schulter nehmen.

Carinthian Black Lions vs. Cineplexx Blue Devils: Das Duell der Kellerkinder?

17:00 Klagenfurt

Die beiden letztgereihten Teams des Vorjahres prallen auf einander. Aber hier darf nicht vergessen werden, dass beide Teams ihre Momente hatten. Die Frage ist immer eher die Länge des Atems, am Siegeswillen gibt es aber keine Zweifel.

Die Lions rund um ihren Macher Manfred Mocher kultivieren eine alte Kärntner Tugend: Sie wollen die großen Teams schrecken. Man wartet geduldig auf seine Chance um dann zuzuschlagen. Entsprechend übt man sich in der Rolle des Außenseiters. Skepsis ist hier aber durchaus angebracht. Neben den Imports, die traditionell auf beiden Seiten des Balls eingesetzt werden, kann man auch auf Gäste aus den Reihen der Gladiators zurückgreifen, die im Rahmen einer Spielgemeinschaft bei den Lions auflaufen. Headcoach Bill Hurley und seine Mannen haben mit den Devils ihren Gegener der Saison gefunden, da man die Saison keinesfalls als letzter abschließen möchte. Daher sind die direkten Begegnungen dieser Teams auch besonders wichtig, da man hier bei einem Sieg aus eigener Kraft einen uneinholbaren Vorteil ziehen kann. Die Playoffs sind für die Lions derzeit weit weg. Man wartet einmal, was man am Weg alles erlegen kann.

Die Cineplex Blue Devils arbeiten sehr hart daran, ihr Überraschungspotential dieses Jahr auch nutzen zu können. Letztes Jahr konnte man keine konstant gute Leistung bieten, auch wenn man beispielsweise im EFAF-Cup nur knappest nicht gewinnen konnte. Christoph Piringer hat wieder einmal tief in die Trickkiste gegriffen und präsentiert eine nominell starke Importriege, die durch eigenes, wie auch zugereistes Personal unterstützt werden soll. Die Frage ist hier natürlich, ob es gelingt Homogenität in diese Gruppe talentierter Spieler zu bringen. Die Devils fahren sicher einen Minimalansatz, dessen Ziel es sein könnte den 4. Platz im Grunddurchgang zu sichern und dann das vorhandene Personal für die Play Offs zu schonen. Schaffen sie es in die PlayOffs, dann werden alle Hebel in Bewegung gesetzt werden um dort auch zu gewinnen. Diese Devils sind dann sicher ein teuflischer Gegner.

Schritt 1 auf diesem Weg sind zwei Siege gegen die Lions. Piringer und Schubert haben sicher nicht ein Trainingslager in Spanien organisiert und einen Zugang aus der NFL geholt, um den Kampf um die rote Laterne glamouröser zu gestalten. Man will in die Playoffs und dann das Schicksal herausfordern. Dafür wird man so um die 3-4 Siege brauchen und da sind 2 Siege gegen die Lions wahrscheinlich noch die lösbarste Aufgabe.

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