Apr 25

AFL Spitzen Kellertreffen

Dieses Wochenende kommt es zu zwei entscheidenden Partien. Einerseits das Spitzenduell Raiders vs. Giants und zum Kellerduell Vikings vs. Lions. Beide Spiele sind für den weiteren Verlauf der Meisterschaft von Bedeutung. Im Spitzenduell können die Giants den Grundstein für eine perfect Season legen. Verlieren die Raiders bleibt das Rennen um Platz zwei weiter offen. Im Kellerduell geht es für die Vikings um den Einzug in die Playoffs. Zwar ist eine Niederlage kein endgültiges aus, würde den Abstand zwischen Wand und Rücken aber nochmals deutlich verringern.

Swarco Raiders vs. Turek Graz Giants

Wattens, Alpenstadion, 15:00

Die Giants sind noch ungeschlagen und sicher leichter Favorit in dieser Begegnung. Sie verfügen über eine explosive Offense, in der unter der Leitung von QB Gunn ein sehr talentiertes Receiver-Corps jede Defense über das gesamte Feld auseinanderzieht und so die Räume für Muheize und Co schafft. Muheize ist aber nicht nur in der Offense, sondern auch in Defense und Special Teams die dominante Persönlichkeit. Selten wurde ein Spieler gesehen, der soviel und gleichzeitig so gut spielt. Da kann man nur den Hut ziehen.
Die Tiroler spielen erstmals in Wattens, einem Stadion das zwar kleiner ist als der TIvoli neu, allerdings mit 5.000 Plätzen auch einmal die Chance bietet vor ausverkauftem Haus zu spielen. (Wir wünschen uns, dass die Raiders am Tivoli auch schaffen werden, man muss aber realistischerweise davon ausgehen, dass das noch etwas dauern wird). Tirol wirkt heuer noch nicht so eingespielt, wie in den Jahren zuvor, aber G. Buffom kennend weiß man, dass es sich einerseits um das bestvorbereitete Team der Liga handelt - niemand seziert seinen Gegner so akribisch - und man andererseits auch noch über einige hochkarätige Spieler verfügt, die noch in die Gänge kommen werden. Florian Grein ist heuer anscheinend in der Form seines Lebens und ihn zu stoppen ist die erste Sorge jedes Gegners.

Raiffeisen Vikings vs. Carinthian Black Lions

Wien, Hohe Warte, 16:00

Das “Kellerderby” der AFL wird vor allem deswegen so bezeichnet, weil die Vikings nach zwei Niederlagen am unteren ende der Tabelle herumgrundeln. Vikings im Keller ist als Schlagzeile so neu, dass man es einfach immer wiederholen muss. Die Realität ist aber wahrscheinlich eine andere. Beide Niederlagen hätten auch anders ausgehen können, weswegen die öffentlich zur Schau getragene Depression für uns noch immer ein Glaubwürdigkeitsmanko hat. Der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ist jedenfalls deutlich kleiner als er derzeit transportiert wird.
Bei den Vikings spielt mit Steve Levy ein neuer QB aus CAL. Der Nachfolger von Luke Atwood tritt dabei in große Fußstapfen. Das Naturtalent Atwood, das für seinen Instinkt gefürchtet wurde, wird jetzt durch einen ausgebildeten Quarterback ersetzt. Über den Arm dafür verfügt er, das hat er im Training bereits bewiesen. Die Frage ist, wie er mit Druck am Feld umgeht und ob er Anspielstationen findet. Die 9 verletzten Starter befinden sich ebenfalls am Weg der Besserung und es ist davon auszugehen, dass angesichts der Tragweite des Spiels der eine oder andere bei gutem Heilungsverlauf sogar wieder auflaufen könnte. Sehen wird man das aber erst am Spieltag.
Die Lions haben den kleinsten Kader der AFL und sind ebenfalls von Verletzungen geplagt. Trotz vergleichsweise guter Ausgangsposition für einen Gang auf die Hohe Warte, wäre ein Sieg eine Überraschung. Aber nachdem die Lions die Rolle des Zünglein an der Waage mit großer Inbrunst ausfüllen, kann man davon ausgehen, dass sie mit allen Mitteln versuchen werden zu gewinnen.

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