Nov 17

AFL 2009 – Die Kunst des Möglichen

Tag: AFBÖ, AFLadmin @ 02:35

Die für 2009 bereits angekündigte AFL mit einer Zwischen-Division zur DIV I wird trotz einiger Unkenrufe tatsächlich Wirklichkeit. Diese Lösung stellt den möglichen Kompromiss der Teams untereinander dar. Nicht mehr, allerdings auch nicht weniger.

Um die gesamte Lösung zu verstehen, muss man wissen, dass die AFL in ihrer bisherigen Form nicht mehr zu halten war. Außer den Raiders und den Vikings gab es diesen Sommer kein Team mehr, dass an einer unveränderten AFL mit 6 Teams teilnehmen wollte. Die Ankündigung der Devils und Lions so nicht weitermachen zu können, fiel auf fruchtbaren Boden und so wurden von allen Seiten Pläne gemacht, wie man die AFL reformieren sollte. Zunächst wurde eine 8er-AFL angestrebt, allerdings zeigte sich schnell, dass die dafür benötigten DIV I Teams hierzu noch nicht bereit waren. Die sportlichen und organisatorischen Unterschiede sind einfach zu groß. Damit schien zunächst alles in Richtung einer 2er(!)/4er AFL zu laufen, bis Robert Auer (Giants) einen neuen Vorschlag präsentierte: Die nunmehr angenommene Lösung der AFL mit Zwischenliga, die den anwesenden Teams noch attraktiver wirkte, als eine Mini-AFL bzw. die Hereinnahme eines ausländischen Teams wie zB Prag. Auch die “großen” Teams konnten dabei der Idee zweier grundsätzlich schlagbarer Gegner einiges abgewinnen

Natürlich ist kritisch zu bemerken, dass diese Lösung – wie jeder Kompromiss – aus keiner Blickrichtung vollkommen optimal ist. Allerdings bedingt die demokratische Ausrichtung des AFBÖ derartige Lösungen. Auch hier gilt, dass die Verbandspolitik die Kunst des Möglichen ist. Eine klare Linie ist schnell gefordert, allerdings nur in den seltensten Fällen mit den entsprechenden Mehrheiten versehen.

Der AFBÖ muss den Rahmen einer Liga vorgeben und hat in Wahrheit keine Handhabe Teams in Ligen unterzubringen, in denen sie nicht spielen wollen. Theoretisch mag es zwar möglich sein, praktisch kann man einen Reisenden aber nicht halten.

Natürlich muss sich der AFBÖ und seine Mitglieder dieser Diskussion früher oder später stellen. Nicht nur die AFL, auch die unteren Ligen müssen beweisen, dass sie langsam erwachsen werden. Dazu gehören Ligen mit vergleichsweise fixem Rahmen. Man wird es nicht immer allen recht machen können, sondern früher oder später auch einmal harte Schnitte setzen müssen. Ebenso wird man die Frage einer Saisonverlängerung angehen müssen. Eine Verlängerung bis in den Herbst ist nicht undenkbar, erhöht aber den Aufwand für den Betrieb der Teams aber gehörig. Bisher waren die Budgets der Teams in Österreich alles in allem in Ordnung, ein derartiger Schritt sollte das nicht in Frage stellen. Jeder Schritt in jede denkmögliche Richtung wird Gewinner, aber auch Verlierer haben.

Die AFL 2009 ist sicher ungewöhnlich und wird so möglicherweise auch keine Verlängerung 2009 erhalten. Allerdings kann auch diese Regelung nur durch eine andere mögliche Regelung ersetzt werden. Auch bei optimistischster Betrachtungsweise ist nicht davon auszugehen, dass dann mehr als 6 Teams für die AFL zur Verfügung stehen werden. Ob Lions und Devils wieder zur AFL aufschließen können muss kritisch gesehen werden. Die Sonderregelungen der vergangenen Jahre haben leider nicht dazu geführt, dass der Abstand geringer wurde.

Will der österreichische Football an der europäischen Spitze bleiben, dann wird man hier geeignete Rezepte finden müssen. Das sagt/schreibt sich sehr leicht, ist allerdings eine Knochenarbeit, die erst getan werden muss. Machbare Lösungen sind gefragt.

Share and Enjoy:
  • Print
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Digg
  • email
  • LinkedIn
  • MySpace
  • StumbleUpon
  • Twitter

Leave a Reply