Feb 02

Superbowl 42

Tag: American Football, NFL, Programmankündigungadmin @ 14:43

In der Nacht von Sonntag auf Montag steigt wieder das größte Sportereignis des Jahres: Die Superbowl.

SB42_Logo_2cl_state+dateklein.pngMittlerweile ist dies ja sogar in die heimischen Medien vorgedrungen, die fast flächendeckend darüber berichten. Das Spiel selbst und die teilnehmenden Teams müssen zwar gegen die üblichen Horrorstories von 17 Fantastilliarden Dollar pro Sekunde Werbezeit und der übergehenden Kanalisation in den Werbepausen in den Hintergrund treten, aber welcher Sportjournalist würde es schon wagen das irrsinnig komplizierte Spiel der grundsätzlich dämlichen Amerikaner (welch Gegensatz!) zu verstehen.

Aber auf wen soll man schon mit dem Finger zeigen, wenn man es selbst im Eröffnungsabsatz macht? Aber Schluß jetzt und mitten hinein in das große Spiel. Hier treffen die ungeschlagenen New England Patriots auf die New York Giants. Intuitiv ist die Sache für die Patriots eigentlich schon gewonnen und die Giants können da eigentlich nur mehr zusehen. Die Schlacht Brady gegen den “falschen” Manning ist auch eindeutig, also kein Grund anzunehmen, warum die Pats diese Trophäe nicht abräumen sollten.

Aber so einfach ist das natürlich nicht. Papier ist geduldig und so kommen wir zurück zum Match von Woche 17. Da traf man schon einmal aufeinander und die Patriots gewannen schlußendlich mit 38-35. Für die Giants war dieses Spiel ein Wendepunkt. Man verlor zwar das Spiel, gewann aber das Wissen, dass die Spitze nicht unerreichbar ist.

Die Giants sind auswärts ausgezeichnet und haben die 10 letzten Auswärtsspiele gewonnen. Sie verfügen über eine starke Defense, die die NFL in Sacks angeführt hat. Dazu passend verfügt man über ein Backfield, dass den Druck des gegenerischen Quarterbacks in Interceptions verwandeln kann. Ein solides Laufspiel hat man ebenfalls und einen Quarterback, der an guten Tagen strahlt und an schlechten Tagen wirklich zu vergessen ist. Gelingt es Manning einen guten Tag zu haben, dann ist dieses Team in der Lage auch die Superbowl zu gewinnen. Der unauffällige Spielstil der Giants ist jedenfalls effektiv. Auch in ihren letzten Partien, war das kein Team, dass einen auf den ersten Blick verzaubert. Mehr eine eingeschworene Gruppe, die ihren Jonb macht.

Die Patriots werden von Tom Brady als QB angeführt und sind heuer ungeschlagen. Allerdings ist die Dominanz nicht ganz so groß, wie man vermuten möchte. In den letzten 4 Spielen wurden zwei mit drei und eines mit vier Punkten Vorsprung gewonnen. Das ist alles andere als eindeutig und die Patriots werden verlieren, wenn sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen. Eine perfect Season ist eben nur perfekt, wenn man es bis zum letzten Spiel durchhält. Die Patriots haben ohne jeden Zweifel das Talent, um das zu tun. In ihren Reihen stehen insgesamt 20 Spieler, die schon einmal in der Superbowl waren. Randy Moss, der Star Receiver der Startruppe wird wahrscheinlich weniger strahlen, da ihn jede Defense permanent als Gefahr versteht. Aber das macht natürlich Raum für andere Spieler wie Welker, Watson oder Stallworth frei. Die große Frage wird sein, ob es der Offense Line um Tom Brady gelingt ausreichende Protection zu bieten.

Das Spiel beginnt Sonntag ab 23:40 auf ORF 1 mit der Vorberichterstattung und ab 23:55 mit dem eigentlichen Spiel.

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4 Responses to “Superbowl 42”

  1. Ideologiesator says:

    Sehr nett geschrieben aber zwei Tipp/Rechtschreib-fehler fallen auf den ersten Blick (störend) auf:
    1) “tom Brady” 2) “die ihren Jonb macht”

    najo ansonsten seh ich mit die wahrscheinlichkeit das manning schlecht spielt von spiel zu spiel größer werden.. spannend bleibts hoffentlich trotzdem…

  2. Roteiro says:

    Ich finde es überaus arrogant und entbehrlich wie man hierzulande – und auch im übrigen Europa – zeitenweise über unsere amerikanischen Freunde redet, schreibt und sie – Bush Administration hin, Irakkrieg her – allzuoft zu unrecht vorverurteilt.

    Insoferne gehe ich davon aus, dass der erste Absatz (”Mittlerweile ist dies ja sogar in die heimischen Medien vorgedrungen …”, “aber welcher Sportjournalist würde es schon wagen das irrsinnig komplizierte Spiel der grundsätzlich dämlichen Amerikaner (welch Gegensatz!) zu verstehen.”) hoffentlich doch rein sarkastisch gemeint ist!?

  3. superbowl_baby says:

    Ergänzung zu Ideologiesator
    3) Dsa (Absatz 1, Zeile 2)
    4) mann (Absatz 2, Zeile 1)
    5) OFfense (letzter Absatz, letzte Zeile)

    Ich muss Ideologiesator aber zustimmen, dass der Artikel gut geschrieben ist, gefällt
    mir ^^
    Außerdem sind es keine gravierenden Fehler ..

  4. Der Autor says:

    Danke für die konstruktive Kritik. Soviele Fehler sollten einfach nicht sein. Ich gelobe Besserung.

    Und natürlich war der Satz über das so komplizierte Spiel, der angeblich so dämlichen Amerikaner ein Seitenhieb auf unsere Journalisten. Die drehen sich in diesem Punkt ja immer um 360 Grad gerade dorthin, wo es für den breiten Hintern am bequemsten ist. Es gibt erfreuliche Ausnahmen, davon aber leider wenige.

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